27. September 2024

Hitzewallungen und Nachtschweiß sind zwei der häufigsten Beschwerden, die Frauen während der Wechseljahre erleben. Plötzliche Hitzeattacken, ein hochroter Kopf und nachts im feuchten Nachthemd aufwachen. Was steckt dahinter?
Was sind Hitzewallungen?
Das Wort sagt schon alles: Hitzewallungen sind ein plötzliches, intensives Hitzegefühl, begleitet von starkem Schwitzen, Hautrötungen und vielleicht sogar Zittern und Herzklopfen.
Hitzewallungen und Nachtschweiß sind während der Wechseljahre sehr verbreitet. Bis zu 80% aller Frauen haben regelmäßig damit zu tun. Du bist also bei weitem nicht allein!
Auch interessant: Eine einzelne Hitzewallung dauert normalerweise zwischen fünf und fünfzehn Minuten. Manche Frauen haben sie nur gelegentlich, andere erwischt es gleich mehrmals täglich.
Nachtschweiß
Nachtschweiß ist im Prinzip das Gleiche, nur nachts. Beide Beschwerden entstehen, wenn sich deine Blutgefäße plötzlich weiten.

Warum entstehen Hitzewallungen?
Hitzewallungen werden durch hormonelle Schwankungen, insbesondere den sinkenden Östrogenspiegel, verursacht. Östrogen spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur.
Für alle Menschen gilt: Wenn unsere Körpertemperatur zu stark ansteigt, wird sie durch Schwitzen wieder normalisiert. Dein Körper reagiert also eigentlich goldrichtig!
Darüber hinaus gibt es aber bestimmte Auslöser, die Hitzewallungen verstärken können:
Die gesundheitlichen Folgen von Hitzewallungen
Obwohl Hitzewallungen an sich keine ernsthaften gesundheitlichen Risiken darstellen, können sie das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Hier sind einige der möglichen Auswirkungen:
Veränderungen im Alltag
Frauen, die häufig unter starken Hitzewallungen leiden, berichten oft von sozialer Zurückhaltung oder beruflicher Beeinträchtigung, da die Symptome schwer zu verbergen sind und in unpassenden Momenten auftreten können.

Natürliche Strategien zur Linderung von Hitzewallungen
Die gute Nachricht ist, dass es natürliche Methoden gibt, um Hitzewallungen zu reduzieren und dein Wohlbefinden zu steigern.
1. Ernährungsanpassungen
Pflanzliche Proteine und gesunde Fette
Statt tierische Proteine zu dir zu nehmen wie rotes Fleisch, das weniger gesund für dich ist, solltest du jetzt besonders viele pflanzliche Proteine und Fette essen:
Kohlenhydrate für stabile Energie
Manche Kohlenhydrate halten Blutzuckerspiegel und Energielevel stabiler als andere z.B.
Reichlich Gemüse und Obst
Eine Obst- und gemüsereiche Ernährung enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, die wichtig für unsere Gesundheit sind:
2. Körperliche Aktivität
3. Umweltanpassungen
4. Stressmanagement
Es gibt zahlreiche Atem- und Meditationstechniken, um das Stresslevel zu modulieren.
5. Medizinische Behandlungsmöglichkeiten
Für Frauen, die besonders stark unter Hitzewallungen leiden, gibt es auch medizinische Behandlungsansätze wie die Hormonersatztherapie (HRT). Allerdings ist HRT nicht für jede geeignet und hoch individuell in der Anwendung. Für manche Frauen ist es genau richtig, für andere gibt es mögliche Risiken, bei Vorerkrankungen z.B. Es ist daher wichtig, vorher das Gespräch mit deine*r Gynäkolog*in zu suchen.
6. Psychotherapie
Jeder Körper und jede Seele reagiert anders während der Wechseljahre. Was für eine Frau funktioniert, muss nicht unbedingt für eine andere gelten. Frieda hat genau deshalb eine Online-Psychotherapie für Frauen in den Wechseljahren entwickelt. Sie basiert auf der kognitiven Verhaltenstherapie und evidenzbasierten Strategien, deren Erfolg durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt ist.
Selbstfürsorge und Community
Es ist wichtig, geduldig zu sein und auch in den Austausch mit Freundinnen, Ärzt*innen und “Mitstreiterinnen” zu gehen. Für Letzteres haben wir die Frieda Community gegründet. Schau doch mal vorbei.
Dein Wohlbefinden im Fokus
Hitzewallungen sind ein normaler Bestandteil der Wechseljahre, aber sie müssen nicht dein Leben bestimmen. Wenn du jedoch das Gefühl hast, dass deine Hitzewallungen deinen Alltag stark beeinträchtigen, solltest du nicht zögern, ärztlichen Rat.
